Seemannsnot
20.11.09 - Autor

Die Wolken tanzen unentwegt, und spiegeln sich im Meer, das Schiff hat endlich angelegt, die Nacht steht wie ein Heer. Am Uferplatz verblasst der Schein, die Arme werden schwach, ich tauche in das Nass hinein, und werde nicht mehr wach. Die See dringt in die Lungen ein, ich spüre keinen Schmerz, das Wasser ist sehr kalt und rein, so wie mein totes Herz. Der Seewind hat mich oft verführt, zu gern mit mir gespielt, zum letzten Mal mich heut berührt, mit seiner Macht gezielt. So wird dies jene Reise sein, die mir das Leben nimmt, doch mich erwartet heller Schein, und raue See, bestimmt.

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