Gedanken im Licht
05.07.07 - Daniel

Sitze allein im hellen Licht,
das alle meine Gedanken bricht.
Kann nicht klar denken, sehen, fühlen,
muss lang in meinem Gedächtnis wühlen
um nur eine Information zu finden.
Seh doch all mein Wissen schwinden.
Das Wissen, dass ich alleine bin,
nimmt meinem Dasein gänzlich den Sinn.
Doch nein, da ist etwas, ich seh es vor mir,
erkenne es klar, es ist ein Bild von dir.
Und doch ists verschwommen, nicht richtig da,
wie damals, als ich dir Nahe war,
habe ich dich doch nicht richtig gesehn,
musste dann auch von dir gehn.
Das Licht zerbricht auch diesen Gedanken,
stehe fest und muss doch wanken,
denn du bist nicht da, ich finde dich nicht,
so entsteht eine Träne in meinem Gesicht.
Im Gesicht, das trauert und nach dir ruft.
Dessen Auge dich immer noch sucht.
Doch ist dieses Auge weiterhin blind,
wie wir Menschen es doch alle sind.
Bin blind, taub, stumm und leer,
ach, wenn ich doch nur bei dir wär!
Ich wär es so gern, doch soll es nicht sein
und niemand hört mich leise schrein.
Und wieder fühle ich mich wanken,
denn das Licht bricht auch diesen Gedanken.

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