Tränen fallen von ihrem Gesicht,
denn sie vergisst es nicht.
Fühlt sich allein, hilflos und leer,
das Leben ist für sie so schwer.
Auch ihre Hoffnung ist längst tot,
seit er sie allein ließ, in ihrer Not.
Er ist der, der Schuld daran hat,
er ist der, der sie vergewaltigt hat.
Lässt sie einfach allein zurück,
stürzt sie damit zutiefst ins Unglück.
Ihre Eltern sind nicht für sie da,
doch das war bereits am Anfang klar.
Ihr ist als fällt sie in ein schwarzes Loch,
sie ist ein Kind, fast selber noch.
Wie soll sie es alleine machen?
Wird niemand an ihrem Kindbett wachen?
Sie hat versucht es zu verbergen,
am liebsten würde sie sterben.
Doch dann bringt sie auch das Wesen um,
dessen Herz doch bereits schlägt, bumm.
Sie ist alleine auf der Welt,
niemand, der sich ihr zur Seite stellt.
Sie schaut sich im Spiegel selber zu,
doch das Wesen in ihr, gibt nicht Ruh.
Es scheint als würde es spüren,
wie sie anfängt das Messer zu führen.
Sie spürt das Blut auf ihrem Arm,
wie es runter läuft ganz warm.
Sieht es auf den Boden tropfen,
spürt das Wesen in sich klopfen.
Das geschützt in ihrem Bauche ruht,
umspült von lauter rotem Blut.
Sie fängt mechanisch zu streicheln an,
wann kommt das Baby, wann?
Sie fühlt sich in einem See aus Schmerz,
prüft noch mal ihr klopfendes Herz.
Sie drückt sich tiefer in die Ecke,
nur zu diesem einen Zwecke.
Um sich zu schützen vor dem Mann,
der sie wieder und wieder vergewaltigen kann.
Sie will sterben, kann es nicht,
aus Angst um das kleine Zartgewicht.
Will mit ihm zur Schule gehen,
und es mit anderen spielen sehen.
Deshalb muss sie stark sein jetzt,
auch wenn es ihre Seele zerfetzt.
Er kommt auf sie zu,
voll eiskalter Ruh‘.
Er sieht sie voller Verlangen an,
dieser widerliche, alte Mann.
Den sie einst geliebt und Onkel genannt,
fässt jetzt nach ihr, mit seiner schwieligen Hand.
Sie versucht sich zu schützen,
allein, um ihrem Baby zu nützen.
Sie versucht sich und das Kind zu retten,
ist jedoch gefesselt mit stahlharten Ketten.
Ketten aus Angst und aus Pein,
denn sie ist völlig allein.
Er kommt näher und näher an sie heran,
Dieser sadistische, alte Mann.
Beugt sich herab zu ihrem Gesicht,
eins kann sie flüstern: “Nicht!“.
Doch das ist ihm ganz egal,
er fühlt sich als Herrscher am Marterpfahl.
Sie sieht ihm wütend in die Augen,
in der Hoffnung ihm die Lust zu rauben.
Doch auch das stört ihn nicht,
er drückt sich auf sie, mit seinem Gewicht.
Das letzte was sie denken kann:
„Er wird mein Kind zerdrücken, der Mann.“
Er stinkt nach Schweiß, nimmt ihr die Luft,
sie fühlt sich wie in ihrer eigenen Gruft.
Doch dann spürt sie garnichts mehr,
fühlt sich einfach nur noch leer.
Als sie erwacht, da ist sie nackt,
etwas ist anders als vor dem Akt.
Dann merkt sie den schmerzenden Bauch,
und das Blut fühlt sie auch.
Da wird es ihr mit einmal klar,
ihr kleines Kind ist nicht mehr da.
Das letzte was sie sagt in dieser Nacht:
„Der Mistkerl hat mein Kind umgebracht!“.
Alles was sie fühlt ist Schmerz,
also rammt sie sich das Messer ins Herz.
